Corporate AI Lab: Wie fünf KMU gemeinsam KI-Kompetenz aufbauen

Die Lücke liegt bei den Kleinen
Österreich liegt bei der KI-Nutzung zehn Prozentpunkte über dem EU-Schnitt: 30 Prozent der Betriebe ab zehn Beschäftigten setzen KI ein. Getragen wird dieser Wert von den Großen.
Kleine und mittlere Unternehmen stehen vor denselben Fragen wie Konzerne, aber mit weniger Zeit, weniger Zugang zu Fachwissen und weniger Spielraum für Versuche. Gleichzeitig entstehen die brauchbarsten Lösungen selten im Alleingang.
Genau hier setzt das Corporate AI Lab an.
26%
Betriebe mit 10 bis 49 Beschäftigten
68%
Betriebe ab 250 Beschäftigten
FFG Impact Innovation_Start 2026
Das Projekt in Zahlen

5 KMU aus unterschiedlichen Branchen
5 Phasen von der Analyse bis zur Anwendung
3 bis 5 Personen je Betrieb, eine davon aus der Geschäftsführung

Mit klarer Struktur zur Kompetenz
Von der Analyse bis zur Anwendung, in fünf Phasen
- Phase 1 · läuft
Bestandsaufnahme
Wo stehen die Betriebe beim Thema KI? In Interviews auf Geschäftsführungs- und Fachabteilungsebene werden die zentralen Herausforderungen sichtbar — und die Stellen, an denen sich am meisten bewegen lässt.
- Phase 2 · folgt
Analyse und Ideenfindung
Mit Design Thinking und Ursachenanalyse geht es den Herausforderungen auf den Grund. Im Austausch zwischen den Betrieben entstehen Ideen, die ein Unternehmen allein nicht hätte.
- Phase 3 · folgt
Gemeinsame Formatentwicklung
Die Betriebe gestalten das Lab-Format mit: Inhalte, Methoden und Lernziele kommen aus ihren realen Anforderungen, nicht aus einem fertigen Lehrplan.
- Phase 4 · folgt
Erprobung
Die Module laufen in halbtägigen Lab-Sessions und werden nach jeder Runde nachgeschärft. Was im Arbeitsalltag nicht trägt, fliegt raus.
- Phase 5 · folgt
Prototypisches Lab und Auswertung
Das gemeinsam entwickelte Format läuft als Ganzes. Die wissenschaftliche Begleitung wertet aus, was gewirkt hat und was nicht.
Die Methodik
Wie das Projekt arbeitet
Co-Creation und Design Thinking
Kein Frontalunterricht, keine fertigen Folien. In Workshops sitzen Praxis und Forschung am selben Tisch und entscheiden gemeinsam, was in das Format kommt.
Iteratives Vorgehen
Entwickeln, testen, nachschärfen. Lösungen werden Schritt für Schritt praxistauglich, nicht erst am Ende. Was nicht funktioniert, wird geändert.
Wissenschaftliche Begleitung
Das Projekt wird wissenschaftlich evaluiert, mit einer Ausgangserhebung vor der ersten Session und einer Messung zum Abschluss. Ziel ist ein geprüftes Format, das auch anderen Betrieben nützt.
Projektergebnisse
Was am Ende bleibt
Ein geprüftes Lab-Format
Ein wissenschaftlich evaluiertes Format, das zeigt, wie KMU KI-Kompetenz systematisch aufbauen. Entwickelt mit Betrieben, nicht am Schreibtisch.
Erprobte Methoden und Werkzeuge
Materialien und Vorgehensweisen, die in den Sessions getestet und überarbeitet wurden.
Befunde zur KMU-Landschaft
Veröffentlichte Ergebnisse dazu, woran KMU bei der Einführung von KI hängen bleiben — und welche Ansätze tragen.
Ein Netzwerk über Branchengrenzen
Fünf Betriebe, die über Monate miteinander arbeiten. Der Austausch endet nicht mit dem letzten Termin.
Erste Ergebnisse
Was die Erhebung 2026 zeigt
Bevor das erste Lab startet, haben wir gefragt, wie Betriebe KI heute tatsächlich nutzen. KI ist angekommen, aber vor allem als Schreibwerkzeug.
Das häufigste Problem ist nicht das fehlende Wissen über KI, sondern Information, die über viele Systeme verstreut liegt.
Die Praxis ist der Regelung voraus.
In den meisten Betrieben wird KI genutzt, ohne dass es dafür ein Dokument oder eine klare Zuständigkeit gibt.
Das Projektteam

Klaus Lindinger
Geschäftsführung CONQUEST / Strategische Leitung. Initiator des Labs. Begleitet seit 2022 die KI-Umstellung bei Conquest und bringt diese Erfahrung direkt ins Projekt.

Mag. Martina Otruba, MBA
Projektkoordination. Steuert und koordiniert alle Projektphasen.

Dr. Katharina Musil
Change Management und Wissenschaft. Wissenschaftliche Konzeption, Interviews und Evaluation.
Mag. Gisa Schosswohl
Förderung, Recht und Netzwerke. Projektmanagement gegenüber der FFG, Finanzplanung und Verbindung zu WKO, Clustern und Verbänden.
Mag. Andreas Lovric
Innovationsmanagement. Moderation von Kreativprozessen und Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen.
Häufige Fragen

Das Corporate AI Lab wird im Rahmen von Impact Innovation aus Mitteln der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert. www.ffg.at
Programm:
FFG Impact Innovation / Antragsnummer: 65936869
Förderungsnehmerin:
CONQUEST Werbeagentur GmbH, Leonding
Projekttitel:
Corporate AI_Lab
Projektstart:
2026
Mehr erfahren
Fragen zum Projekt beantwortet das Team unter ai.lab@conquest.at.

